Wildnistourer
Wildnistourer Kurse
Survival
In der Wildnis
Expeditionen/Touren
Events
Checklisten etc.
Forum/Gästebuch
Kooperationspartner
Kurse der Partner
Bildergalerie
AGB
Impressum/Kontakt
Sitemap


SURVIVAL

Es wird ja immer sehr viel über Survivalausrüstungen geschrieben, aber da gibt es einiges zu bedenken. Wenn man sich auf einer Wildnistour befindet, ist es klar, das man für Notfälle ausgerüstet ist, aber es gibt auch viele andere Situationen, in denen man nicht unbedingt mit einer Survivalsituation rechnen muß. In solchen Fällen hat man meistens leider nichts an Ausrüstung dabei, evtl. noch ein kleines EDC (Every Day Carry). Eine echte, unerwartet enstandene Survivalsituation ist dann die echte Herausforderung, die es zu meistern gilt.

 

 

Überleben in allen Situationen

sei vorbereitet   - be prepared

Inhalt:

1. Einleitung

2. Survival Psychologie

3. Besondere Survivalsituationen

4. Survivaltrainings

5. Krisengebiete

6. Verhalten als Geisel

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

1. Einleitung

Beim Survivaltraining beschäftige ich mich mit den Themen "Wildnis", "Suburban Survival" oder "Überleben im Katastrophenfall".

Wir alle sind im Laufe der Jahrzehnte mehr und mehr von der Technik abhängig geworden, sodaß nur noch wenige auf besondere Umstände eingestellt sind.

Naturkatastrophen, Kriegssituationen oder nur ein längerer Stromausfall können Menschen an den Rand der Verzweiflung bringen.

Survival, ein weltweit sehr beliebtes Thema mit unendlich vielen Abhandlungen, Trainingsangeboten und speziellen Seiten....und nun noch die Wildnistourerseite. Das Thema wird von jedem Ausbilder anders gewertet, gesehen und gelebt. Unterschiede gibt es immer wieder, wobei die Basis überall gleich ist. Die Vermittlung der absoluten Grundkenntnisse ist eben Standard und gehört in jedes Programm. Danach ändern sich zum Teil die Inhalte und Ansichten, so auch bei mir.

Survivaltraining ist für mich nur ein Instrument für das Outdoor-, und Abenteuerleben. Da ich schon sehr viel und in vielen Ländern unterwegs war, auch in sehr abgelegenen und unangehnem Gegenden, hat mir mein Survivalwissen insofern geholfen, das ich mich gewappnet fühlte, denn wirklich gebraucht habe ich die meisten Fähigkeiten noch nie.

Das ich diese Skills noch nie brauchte, lag wahrscheinlich auch an der intensiven Planung einer jeden Tour.

Echte Survivalsituationen, in Bezug auf Wildnis, treten nur sehr selten auf, somit nimmt das Survivaltraining nur den Stellenwert einer Basisausbildung ein.

Um Survivalsituationen zu vermeiden, muß jede Tour genauestens und akribisch geplant werden. Für das Restrisiko müssen angemessene Reserven eingeplant werden.

Die Basis bilden:

Praxis:

- Orientierung mit Karte und Kompass, GPS, Sonne und Sterne

- Feuer

- Unterschlupf bauen

- Wasser finden und aufbereiten

- Survivalküche

- Erste Hilfe

 Theorie:

- Psychischer Umgang mit der Notlage

- Physische Gesunderhaltung

- Planungen und Vorgehensweisen

- Kommunikationsmodelle innerhalb der Gruppe oder "mit-dem-allein-sein"

Sind diese Punkte abgearbeitet, können wir das Thema Survival vertiefen und uns mit einigen anderen Situationen befassen.

Wir alle wissen, das es in den letzten Jahren zu immer stärkeren Unwettern und Naturkatastrophen gekommen ist, scheinbar ist auch ein Ende nicht abzusehen. Warum diese Naturkatastrophen immer heftiger werden ist und bleibt ein viel und oft diskutiertes Thema, welches uns noch lange beschäftigen wird.

Fakt ist aber, das es immer häufiger zu solchen Katastrophen kommt und die betroffenen Menschen an den Rand ihrer Fähigkeiten bringt. Hier in Deutschland sind die Rettungswege kurz und wahrlich sehr gut organisiert, das trifft aber leider nicht auf alle Regionen dieser Welt zu, siehe den großen Tsunami.

In solchen Katastrophenfällen kommen die Survivalskills wirklich zum Tragen und gewinnen an Bedeutung. In der Regel bricht während und nach einer Katastrophe alles zusammen, Logistik, Energie, Kommunikation, Gesundheitswesen. Dazu kommt eine abrupt steigende Kriminalität mit vielen Facetten, wie z.B. Plünderungen und Raub. "Jeder ist sich selbst der Nächste" hat hier dann für viele oberste Priorität. In einem solchen Umfeld zu überleben erfordert nicht nur physische Kraft sondern auch eine ungeheure psychische Kraft. Hierzu gibt es eine interessante TV Serie, die auch auf DMAX ausgestrahlt wurde "The Colony". Ein aussagekräftiges Dokumentarexperiment das man gesehen haben sollte.

Neben den Naturkatastrophen gibt es noch den Kriegszustand, In vielen Ländern, die zu den klassischen Abenteuerländern zu zählen sind, herrschen oft politische Unklarheiten, Bürgerkriege, Rebellenarmeen, Korruption etc.. In diesen Ländern ändern sich politische Sitauation oft innerhalb von 48 Stunden, manchmal zu schnell, um das land noch rechtzeitig verlassen zu können. In Läöndern, in denen solche Kriege oder Unruhen religiösen Hintergrund haben, kann es für Touristen extrem gefährlich werden.

 http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_andauernden_Kriege_und_Konflikte

Sich auf solche Szenarien vorzubereiten sollte das Ziel eines Überlebenstrainings sein.

2. Survival Psychologie

Aus dem militärischen kennen wir den Begriff Kampfstress (Combat Stress Reactions). Auch im Survival gibt Stressfaktoren, die mit den militärischen Kampfstresssymptomen übereinstimmen. Ich arbeite ja auch im Bereich Sicherheit/Security und habe auch in diesem Bereich einige Erfahrungen gemacht, wie schnell Coolness bei einigen Kollegen abhanden kommen kann. Der Kampfstress ist nicht zu unterschätzen, denn er existiert nicht nur in einer akuten Situation, sondern kann nachhaltige Schäden an der Psyche eines Menschen auslösen.

Die Stressfakoren möchte ich hier einmal auflisten.

Umweltbedingte Stressfaktoren

- Kälte, starke Hitze, andauernde Nässe

- andauernde Dunkelheit (z.B. in arktischen Gebieten), Nebel

- Stürme, andere Naturkatastrophen

- extreme Geländebedingungen

- Kriegslärm (Schusswechsel, Kampfflugzeuge, Detonationen etc.)

Körperliche Stressfaktoren

- körperliche Anstrengungen bis zur Erschöpfung

- Dehydration

- Schlafmangel

- Krankheiten ( Fieber, Malaria, Durchfall)

- Verletzungen ( Schnitte, Brüche, Schussverletzungen etc.)

- geschwächtes Immunsystem

- Muskel-, und Organüberlastungen

Emotionale Stressfaktoren

- Angst

- Streit mit anderen Teammitgliedern

- Wut (z.B. durch Kommunikationsprobleme, Streit)

- Langeweile, wenn man zum Nichtstun gezwungen wird (z. B. Umwelteinflüsse)

- Sorgen um seine Angehörigen

- Albträume

- Ein Gruppenmitglied ist ums Leben gekommen

Geistige/Verstandesmäßige Stressfaktoren

- Angst vor der Zukunft ( komme ich hier lebend raus etc.)

- die Dynamik der Gruppe

- Versagensangst

- die eigenen Leistungsfähigkeit anzweifeln

- die Unvorhersehbarkeit der Situationen in die man noch geraten kann

Besondere Stresssituationen

- Entführung/Gefangennahme durch kriminelle Personen oder Gruppen

- Gefangennahme durch Polizei/Militär oder Zoll auf Grund von Willkür

- Hineingeraten in: Schusswechsel, Kriegsausbruch etc.

Diese Faktoren können Lethargien auslösen, die ein Teammitglied "unbrauchbar" machen, besonders dann, wenn sich die Person selbst aufgibt, weil sie sich keine Chance auf Rettung mehr erhofft. Ein solches Verhalten kann das Überleben einer ganzen Gruppe gefährden, denn Pessismus lässt sich leichter als Optimismus verbreiten.

Dazu kommt noch eine Form der Handlungsunfähigkeit, d.h. das Teammitglied bekommt "nichts mehr auf die Rolle", auch dieses Verhalten wirkt sich negativ auf das Gruppenverhalten aus. Der Teamleader ist mit solchen Teammitgliedern extrem gefordert und steht somit unter mehrfachem Stress.

Werden entsprechende Symptome bei einer Person festgestellt, ist es die Aufgabe der Gruppe hier besonders stark zusammenzuhalten und sich um die Person intensiv zu kümmern.

Touren, Expeditionen oder Survivalsituationen, sie alle erfordern besondere zwischenmenschliche Fähigkeiten von jedem Beteiligten, denn die Gruppe ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Das schwächste Glied kann durch die richtige und positive Motivation stark werden und zum wertvollen Mitglied der Gruppe werden. das wiederum erleichtert es allen anderen Mitgliedern.

Kommt man allein in eine Survivalsituation muss man sich selbst immer wieder motivieren können, klappt das nicht, wird es mit dem Überleben schwer bis aussichtslos. In einer solchen Lage hilft nur eiserne Disziplin sich selbst gegenüber. Alle geplanten Dinge sollten sorgfältig ausgeführt werden und man sollte sich über jeden Fortschritt selbst loben und freuen.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

3. Besondere Survivalsituationen

In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit außergewöhnlichen Survivalsituationen, die nichts mit der Natur oder Wildnis zu tun haben. Die Situationen sind z.T. eher möglich als die Notlage in der Wildnis. Wie auch beim Wildnissurvival , gilt auch hier den Eigenschutz als oberste Priorität zu sehen.

Trainings zum Eigenschutz

Um sich auf besondere Lagen einzustellen, sollte man einige kritische Situationen trainieren. Ein Selbstverteidigungskurs reicht dafür allerdings nicht aus.  Selbst-, oder Eigenschutz ist ein sehr komplexes Thema, da es erforderlich ist, sich mit den Themenpunkten intensiv zu beschäftigen.

Das Militär hat das S.E.R.E. Training (survival-, evasion-, resistance- and escape-training, deutsch für „Überlebens-, Ausweich-, Widerstands- und Fluchttraining“) und den Combat Survival Course. Beide Ausbildungen beziehen sich auf militärische Aktionen, wobei Teile auch für zivile Survivalsituationen genutzt werden können, besonders dann, wenn man sich in sogenannten Krisengebieten aufhält.

Aber auch außerhalb von Krisengebieten gibt es Situationen, die einen effektiven Eigenschutz nötig machen. in vielen beliebten Reiseländern existiert eine extrem hohe Kriminalitätsrate, die sich nicht nur auf Raub oder einfachen Diebstahl beschränkt. Zu den "normalen" Straftaten kommen Entführungen, Verschleppungen, Morde, behördliche Willkür, unbegründete Festnahmen und Gefängnisaufenthalte und Naturkatastrophen (die in der Regel die Kriminalität explonsionsartig steigen lassen).

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

4. Survivaltrainings

Trainings zum Überleben werden im Internet 1000fach angeboten, i.d.R. handelt es sich immer um Standardangebote mit gleichen oder ähnlichen Inhalten. Worauf ist beim Survivaltraining zu achten?

Wenn ihr ein Survivaltraining nur mal so zum Spaß machen möchtet, ist ein Standardangebot ausreichend und ihr lernt dort die wichtigsten Basics. Die Kurse machen Spaß und lassen sich auch gut als Familienevent durchführen. Auch als Teamtraining ist ein solches Angebot durchaus interessant und erfüllt seinen Zweck.

Wollt ihr ein Survivaltraining, um euch selbst auf eine Einsatz, eine Reise oder Notfälle einzustellen, reicht ein solches Einsteigertraining nicht mehr aus. Bei der Auswahl eines Trainings ist es für euch sehr wichtig, den geeigneten Trainer zu finden. Der Trainer sollte über sehr viel eigene Erfahrung in dem Bereich, für den ihr euch interessiert, haben. Ich selbst kenne mich z.B. in Asien überhaupt nicht aus, daher würde ich kein spezielles Training für den asiatischen Raum anbieten.  Auf Grund meiner Erfahrungen biete ich nur Trainings für die Länder und Regionen an, die ich selbst schon besucht habe und in denen ich in entsprechenden Terrains länger unterwegs war.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

5. Krisengebiete - Länder mit hoher Kriminalität

Suburban und Urban Survival

 

Die meisten Menschen gehen davon aus, das sie niemals in eine wirkliche Gefahrensituation geraten werden, Die Chancen sind in einem normalen Leben relativ unwahrscheinlich, doch für bestimmte Berufsgruppen nicht völlig auszuschließen.                                                                                                                                          Im Rahmen der sogenannten Globalisierung mit weltumspannenden Geschäftsbeziehungen sind Dienstreisen oder Arbeitsaufenthalte in Krisengebieten nicht immer zu verhindern.

Arbeitsaufenthalte und Dienstreisen in Krisengebieten bergen immer Gefahren.

Bürgerkriege, Rebellionen, Kampf um Rechte, die Liste ist unendlich lang.

Besonders gefährlich sind Länder und Gebiete mit fremden Religionen,

Insbesondere Ländern, in denen Fundamentalisten oder fanatische Glaubenskrieger anzutreffen sind.

Gerade in islamischen Ländern ist es von großer Bedeutung, das Sie sich möglichst gut an die Sitten und Gebräuche anpassen. Beschäftigen Sie sich vor der Einreise intensiv mit diesem Gebiet.

Detaillierte Auskünfte bekommen Sie Problemlos beim Auswärtigen Amt oder im Internet. Es ist ratsam, auch die Warnungen anderer Foreign Offices zu Rate zu ziehen. Die Angeben des deutschen Auswärtigen Amts sind nicht immer so genau, wie z.B. die der USA, Frankreich und Australiens.

Je höher Ihre Position oder je brisanter Ihr Auftrag, desto höher die Gefahr einer unbekannten Bedrohung. Weitere unbekannte Risiken finden Sie auch im ganz normalen Alltagsleben. In allen Ländern, in denen eine hohe Kriminalitätsrate bestätigt ist, lauern Gefahren durch Überfälle, Betrug u.ä..

Man unterscheidet in verschiedenen Kategorien der Gefährdung.

Länder mit geringem Risiko:

In diesen Ländern herrscht meistens eine höhere Straßenkriminalität, d.h. Überfälle, Autodiebstähle etc.

Länder mit mittlerem Risiko:

Hierbei handelt es sich um Länder, in denen die staatliche Sicherheitslage nicht stabil ist. Dieses kann sich in verstärkten Polizei- oder Militärkontrollen ausdrücken. Hinzu kommt die Straßenkriminalität.

Auch kann es in vielen Ländern durch Religion oder bestimmte Sitten zu unangenehmen Schwierigkeiten kommen.

Als Beispiel steht hier u.a. die Türkei, in der man es tunlichst vermeiden sollte, Souvenirs in jedweder Form aufzusammeln, z.B. Steine o.ä.

Es kann auch passieren, dass man versucht, Ihnen Drogen in Ihr Gepäck zu schmuggeln, um Sie als Kurier zu benutzen. Lassen Sie daher niemals Ihr Gepäck unbeaufsichtigt.

Gegenüber aller Beamten sollten Sie freundlich aber dennoch selbstsicher auftreten. Nervosität und Unsicherheit könnten Anlass zu weitern Überprüfungen sein. Diese Prozeduren können sich dann sehr lange hinziehen.

 

Länder mit sehr hohem Risiko:

In diesen Ländern herrschen zumeist große politische Unruhen.

Hohe Armut, Korruption in großem Stil, organisierte Kriminalität jeder Couleur, Bürgerkriege oder Kriege zwischen verfeindeten Ländern oder Gebieten.

Mitarbeiter von Firmen oder Organisationen aller Art sind in diesen Regionen einem sehr hohen Risiko ausgesetzt.

Reisen in diese Gebiete sollten Sie vorher ganz genau planen und sich mit den Gegebenheiten des Landes vertraut machen. Sprechen Sie auch mit Ihrem Arbeitgeber oder der Leitung einer Organisation über die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen.

Halten Sie sich unbedingt an die vor Ort bestehenden Regeln.

Sammeln Sie vor Ihrer Reise alle Informationen über das betreffende Land. Verlassen Sie sich nicht blind auf die handelsüblichen Reiseführer.

Vielleicht gibt es im Kollegenkreis Mitarbeiter, die in dem Land schon einige Zeit verbracht haben. Setzen Sie sich mit diesen Kollegen zusammen und befragen Sie sie nach deren Erfahrungen.

 

Politisch bedingte Unruhen, Putsch etc.

Beachten Sie die nachstehenden Verhaltenregeln.

-Wenn Sie in dem Land angekommen sind, nehmen Sie Kontakt mit der Botschaft und den NGO‘s auf.

-Verschaffen Sie sich hier einen aktuellen Überblick der Lage.

-Bemühen Sie sich im Hotel um ein Zimmer im zweiten oder dritten Stock, Fenster möglichst nicht zur Hauptstrassenseite. Beobachten Sie bei aufkommender Unruhe die Lage auf der Strasse entweder von einem Flurfenster oder, wenn es die Situation zulässt, aus der Lobby des Hotels. Versuchen Sie dabei schon so viel Information wie möglich zu erhalten. Verfolgen Sie Radio und Fernsehberichte.

-Nachdem Sie das erledigt haben, vermeiden Sie große Plätze, Hauptstrassen, Regierungsgebäude, Radio-,TV Stationen, große Einkaufszentren etc.. Diese Orte sind im allgemeinen die Plätze, an denen die Gewalt zuerst ausbricht.
 
-Machen Sie sich mit den Möglichkeiten einer schnellen Abreise vertraut. Sammeln Sie Flugpläne, Zugfahrpläne. Fragen Sie auch nach privaten Chartermöglichkeiten. Versuchen Sie möglichst per Flugzeug das Land zu verlassen. Der Landweg ist meist sehr gefährlich und dauert eventuell zu lange, um eine sichere Grenze zu erreichen und diese dann auch noch unbeschadet zu überschreiten. Sie müssen davon ausgehen, das die Ausfallstrassen der größeren Städte mit Kontrollposten übersät sind. Zu welcher Gruppe der jeweilige Posten gehört ist dabei eher ungewiss.
 
-Besorgen Sie sich ausreichend Bargeld, verlassen Sie sich nicht auf die Benutzung von Kreditkarten.

Die Kartensysteme werden mit Sicherheit nicht mehr lange in Betrieb sein. Während einer Flucht helfen Ihnen Kreditkarten sowieso nicht weiter. Ihre Helfer werden immer Bargeld verlangen. Teilen Sie Ihr Geld in US Dollar und Landeswährung auf. Verteilen Sie Ihr Geld über möglichst viele Taschen und Verstecke.

So gehen Sie sicher, das Sie immer über eine Reserve verfügen.

-Wenn Truppen aufmarschieren oder Sie Schüsse hören, nehmen Sie sofort  Kontakt zu den in Punkt 1   kontaktierten Personen auf. Bleiben Sie weitestgehend den Straßen fern, bleiben Sie im Hotel oder Firmengebäude. Nehmen Sie schnell Kontakt auf, solange Telefonverbindungen und Stromversorgung noch existieren.
 
-Vertrauen Sie auf keinem Fall der Polizei und/oder dem Militär. In vielen Fällen kommt es zu willkürlichen Verhaftungen wegen Spionage oder weil Sie einfach für einen Anhänger der alten Regierung gehalten werden. Oft werden auch alle Ausländern „vorsichtshalber“ verhaftet, um sie als Geiseln während der Verhandlungen mit anderen Parteien zu benutzen.
 
-Besorgen Sie sich einen ortsansässigen Führer/Vertrauten. Mit ihm oder mit seiner Familie haben Sie zusätzliche Chancen, mit heiler Haut zu entkommen. Halten Sie sich während Ihres gesamten Aufenthaltes fern von möglichen Fanatikern oder Menschen, die Sie selbst so einschätzen würden.
 
-Wenn Sie kein Journalist sind, vermeiden Sie Sensationsfotografie. Ohne einen Presseausweis können Sie in Teufels Küche kommen. Diese Arbeit ist sogar für akkreditierte Journalisten lebensgefährlich. Durch unüberlegtes fotografieren erhöhen Sie die Gefahr einer Verhaftung um ein Vielfaches.
 

Entführungen

Die derzeit unsichersten Länder sind Staaten der ehemaligen UDSSR, insbesondere Tschetschenien, Ukraine, Weißrussland. Im Süden und dem Nahen Osten sind es Italien, Algerien, Libyen etc., Pakistan, Afghanistan, Jemen, Somalia.

In Mittelamerika wird die Statistik von Mexiko angeführt.

In Südamerika sind Brasilien, Venezuela und an erster Stelle Kolumbien.

In Kolumbien ist die höchste Rate an Entführungen weltweit festzustellen.

Auch in Asien, besonders im Bereich der Philippinen, werden Entführungen zu einem ernsthaften Problem.

 Entführungen sind in drei Kategorien aufzuteilen:

a)Entführung zur reinen persönlichen Bereicherung eines Entführers oder einer kleinen Gruppe von Entführern.
 
b)Entführung aus politischen und finanziellen Gründen. Die Entführungen dien einer „SACHE“.

Politische Hintergründe sind die Hauptargumente. Rebellengruppen, Guerillas etc finanzieren so ihre Waffeneinkäufe und ihren Lebensunterhalt

c)Entführungen, die mit einer Geiselnahme dazu dienen, sich der Verhaftung nach einem Überfall o.ä. zu entziehen. Hier bestehen keine klar zu definierenden Aspekte über die Auswahl der Person zur Verfügung. Die Auswahl der Geisel wird spontan und willkürlich getroffen.

 Entführungen die zu den Kategorien a und b zu zählen sind, werden gut vorbereitet. Die Täter planen eine solche Entführung meist schon über einen längeren Zeitraum.

Aus der Vorbereitung können sich schon im Anfangsstadium Schlüsse über die Täter ziehen lassen.Wir wollen hier im weiteren nur die Entführungen der Kategorie a und b behandeln.

Die klassischen Zielgruppen solcher Entführungen sind wohlhabende Reisende, Politiker oder Angehöriger des Managements großer Firmen. Des weiteren werden auch oft leitende Mitarbeiter aus technischen Bereichen aus die Liste der Opfer gesetzt.

Die Auswahl der Opfer ist nicht willkürlich, die Opfer werden systematisch ausgesucht. Dieses Auswahlverfahren wird mit Hilfe von Tageszeitungen, Wirtschaftsmagazinen, Fernsehberichten, öffentlichen Veranstaltungen, Tagungen und Beobachtungen der großen und teuren Hotels durchgeführt.

 

Piraterie

Wenn Sie glauben, das die Piraterie nur noch in alten Abenteuerromanen existiert, haben Sie sich schwer getäuscht. Piraterie kommt immer häufiger vor, als es anzunehmen ist. Piraterie ist selten politisch motiviert, die Piraten sind durchweg den rein kriminellen zuzuordnen. Den Piratengruppen geht es in erster Linie um Waren, Geld oder andere materielle Werte.

Hauptsächlich treffen Sie in den folgenden Regionen auf ein erhöhtes Risiko der Piraterie:

-Philippinen
-Thailand
-Indonesien
-Sri Lanka
-Nicaragua
-Somalia
-Brasilien
-Sierra Leone
-Teile des Mittelmeers

Die Hauptziele der Piraten sind

Tanker 25%

Frachter 23%

Fangschiffe 16%

Versorgungsschiffe 13%

Küstenfrachter und Yachten 12%

Containerfrachter 11%

Die Piraten verfügen über High Speed Boote und sind gut bewaffnet.Sie tauchen sehr schnell auf, meistens in dicht bewachsenen Küstengebieten. Nachdem das Schiff erobert wurde, übernehmen die Piraten das Kommando und führen es in ein sicheres Versteck um sich mit ihrer Beute auseinander zusetzen. Das Personal, sowie die Passagiere haben in der Regel nichts zu befürchten, da es den Piraten wirklich nur um die materiellen Dinge geht.

Nachdem die Piraten die Beute ausgesondert haben, bringen sie das Schiff wieder zurück und verschwinden genauso schnell, wie sie erschienen sind.

Ausnahme können hier private Yachten sein. In einem solchen Fall kann es passieren, das die Bootseigner und Gäste irgendwo ausgesetzt werden. Ihre Yacht werden Sie wahrscheinlich nie wieder sehen.

Um eine solche Situation zu überleben, verhalten Sie sich ruhig und befolgen die Anweisungen der Piraten. Die Piratengruppen haben an Ihnen als Person keinerlei Interesse, sie wollen nur das Schiff und den Inhalt.

 

6. Verhalten als Geisel oder Gefangener in einem Lager

Ein vielschichtiges Thema, über das es viele Theorien gibt. Auch die Gespräche mit ehemaligen Geiseln spiegeln verschiedene Ansichten wieder. Diese Entführer sind auch von der Gewaltbereitschaft gegenüber ihrer Geisel anders einzuschätzen. Sie benutzen ihre Geisel als Pfand gegen eine Ergreifung und Festnahme oder aber die Entführung wurde geplant und durchgeführt, um lediglich eine hohe Geldsumme zu erpressen.

Die andere Art der Entführung / Geiselnahme wird von politisch oder religiösen Tätern begangen.

Der Erlös dieser Entführungen kommt der Gruppe zu Gute, die daraus finanziert wird.

Diese Gruppen sind militärisch organisiert. Sie tragen Uniformen oder bestimmte traditionelle Kriegerkleidung. Sie kämpfen für ihre Religion oder versuchen ihren politischen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Bei diesen Entführungen muss es auch nicht immer um Geld gehen, oft versuchen solche Gruppen auch Gefangene gegen ihre Geiseln auszutauschen.                   In manchen Fällen werden diese Forderungen auch kombiniert.                                                         Das Verhalten im Lager einer Rebellengruppe unterscheidet sich wesentlich vom Verhalten in einem Versteck der rein kriminellen Entführer.

Wenn Sie feststellen, das Opfer eine Gruppe geworden zu sein, die sich selbst sehr militärisch gibt, ist es ratsam sich an den Empfehlungen des Militärs zu halten. Die militärischen Verhaltensregeln als Kriegsgefangener haben sich im Laufe der Jahre bewährt und wurden besser ausgewertet, da die Anzahl Kriegsgefangener weit höher ist, als die der zivilen Entführungsopfer.

Es ist außerdem möglich, das sich in einem Rebellencamp noch mehr Geiseln befinden. Diese Gruppen haben einen hohen finanziellen Bedarf, daher verhandeln sie teilweise mit mehreren potenziellen Geldquellen oder Einrichtungen.

Nachfolgend sind einige der wichtigsten Verhaltensregeln militärischer Art aufgeführt.

Diese Regeln basieren auf den Studien des Britischen SAS und anderer Spezialeinheiten.

Regel 1

Entkommen Sie sofort

Diese Regel gilt eigentlich nur für Soldaten, die dieses auch trainiert haben. Für eine zivile Geisel ist ein solches Vorgehen nicht angeraten, da in diesem Stadium die Angst und der Schrecken der Entführung noch zu stark sind.

Regel 2

Nicht Reden

Viele Geiseln wollen möglichst schnell einen direkten Kontakt mit ihren Entführern herstellen, um sich Vorteile zu verschaffen oder die Lage schnell klären zu können. Dies ist jedoch aussichtslos.

Sie laufen als Geisel außerdem Gefahr, Ihre Entführer zu nerven. Um Sie ruhig zu stellen, werden Sie den Druck auf Sie erhöhen. Knebeln, Fesseln, in einen dunklen Raum sperren o.ä.. Ersparen Sie sich diese zusätzlichen Quälereien.

 

Regel 3

Werden Sie unsichtbar.

Ob Sie alleinige Geisel sind oder in einer kleinen Gruppe, verhalten Sie sich so unauffällig wie möglich. Diskutieren Sie nicht mit Ihren Häschern. Vermeiden Sie jegliche Form der Provokation. Halten Sie sich immer zurück und vermeiden Sie Auffälligkeiten jeder Art.

Regel 4

Flucht

Fliehen Sie nur wenn Sie a) körperlich unversehrt sind

                b) Sie den Umständen entsprechend ausgeruht sind

                c) eine realistische Chance des Gelingens vorhanden ist

 

 

Während der Flucht

Regel 1

Schnell entkommen

In der Anfangsphase Ihrer Flucht sollten Sie sich so weit wie möglich vom Lager entfernen.

Auf diese Weise vergrößern Sie das das Gebiet, welches die Entführer dann durchsuchen müssen.

Regel 2

Mehrere Flüchtlinge

Gelingt mehreren Geiseln die Flucht, teilen Sie sich so schnell wie möglich auf.

Mehr als zwei Personen pro Team ziehen sehr schnell die Aufmerksamkeit anderer Menschen auf sich. In abgelegenen Gebieten müssen Sie vermehrt mit Sympathisanten der Entführergruppe rechnen.

Regel 3

Sie werden gejagt

Die Entführer werden sich sofort auf die Suche machen, nachdem sie Ihre Flucht bemerkt haben.

Bleiben Sie zu jeder Zeit in erhöhter Alarmbereitschaft.

Regel 4

Orientierung

Versuchen Sie sich möglichst schnell zu orientieren. Bestimmen Sie Ihren ungefähren Standort. Erinnern Sie sich an den Transportweg. Versuchen Sie, diesen nach bestem Wissen zu rekonstruieren. Diese Überlegungen sind anstrengend, da Ihnen die Konzentration fehlen wird. Eine völlig planlose Flucht ist jedoch zum Scheitern verurteilt.

Regel 5

Unterschlupf

Pausen und Ruhephasen sind auch während einer Flucht notwendig. Sie müssen sich Ihre Kräfte gut einteilen. Die Suche nach einem geeigneten Unterschlupf ist daher auch besonders sorgfältig vorzunehmen. Vermeiden Sie Gebäude oder Hütten jeder Art, dort werden auch die Jäger zuerst suchen. Halten Sie vielmehr Ausschau nach dichtem Unterholz, Erdlöchern etc., größere Höhlen sollten auch gemieden werden. Tarnen Sie Ihren Unterschlupf zusätzlich, hierzu passen Sie Ihren Unterschlupf der Umgebung an. Verzichten Sie auf das Entzünden eines Feuers. 

Regel 6

Nützliches

Während Ihrer Flucht sammeln Sie alles, was in irgendeiner Form verwertbar ist. Denken Sie auch an Nahrungsmittel. Dies können Früchte oder Insekten sein. Kleinere Tiere, die sich relativ leicht fangen lassen, sollten Sie mit in Ihre Überlebensstrategie einbeziehen. Sammeln Sie auch Steine, die scharfe Kanten haben.

Regel 7

Spuren verwischen

Auch bei einer schnellen Flucht, sollten Sie auf das Verwischen Ihrer Spuren achten. Brechen Sie keine Zweige ab. Laufen Sie nur auf harten Böden, Verwischen Sie Ihre Spur in Bächen oder Seen.

Bewegen Sie sich zwischenzeitig auch rückwärts vor. Wälzen Sie sich hin und wieder auf dem Boden, um Geruchsspuren für evtl. eingesetzte Hunde zu verwischen. Waschen Sie Ihre Kleidung in Bächen, um Geruchsspuren von Schweiß etc. zu vernichten.

Regel 9

Zwischenziele setzen

Eines Ihrer ersten Ziele sollte das Erreichen einer größeren Straße sein. Von hier aus besteht die sicherste Möglichkeit, auch eine größere Ortschaft zu erreichen. Halten Sie sich jedoch, wenn möglich, in Deckung auf. D.h. sind die Straßenränder bewachsen, gehen Sie unter Ausnutzung dieser natürlichen Tarnung.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Vorausschauende Maßnahmen zur Abwendung von potentieller Gefahr

Wachsam Sein

Als Ausländer fallen Sie in Dritte Welt Ländern oder Krisengebieten immer auf. Wenn Sie durch die Straßen gehen, halten Sie öfter an und beobachten die Menschen, auch die, die sich hinter Ihnen befinden. Je unaufmerksamer Sie sind, um so geeigneter sind Sie als Opfer.

Sauber bleiben

Verzichten Sie unbedingt auf Drogen, auch Alkohol sollten Sie nur in sehr geringen Mengen zu sich nehmen. Bevor Sie in die Öffentlichkeit gehen, ruhen Sie sich aus und erfrischen Sie sich.

Alkohol, Müdigkeit, Jet Lag trüben Ihre Sinne und verringern Ihre Aufmerksamkeit gegenüber potentieller Gefahr.

Viel oder Wenig

Reisen Sie „light“, d.h., nehmen Sie so wenig Gepäck wie möglich mit. Je weniger Sie an Gepäck dabei haben, um so weniger kann „verloren“ gehen.

Versichern oder nicht

Haben Sie einige wertvolle Dinge, wie Digitalkameras etc. bei sich, versichern Sie diese Gegenstände gegen jeglichen Verlust. Besorgen Sie sich auch eine gute Auslandskrankenversicherung, die einen Transport in Ihr Heimatland beinhaltet.

Vertrauen Sie niemandem

Während Sie auf Reisen sind, treffen Sie ständig neue Leute, die mit Ihnen in Kontakt treten möchten. Welche Hintergedanken der Einzelne hat, können Sie nicht wissen. Ist es für Sie nicht möglich, einem Gespräch auszuweichen, versuchen Sie nur über Dinge zu sprechen, die Ihren Gegenüber betreffen. Fragen Sie nach seinem Job, seiner Familie etc. Erzählen Sie auf gar keinem Fall über Ihren tollen Job und was Sie alles haben. Vermeiden Sie auch spontane Einladungen zur Familie oder zu den Freunden Ihres unbekannten Gegenübers.

Meiden Sie große Touristengruppen

Solche Gruppen ziehen Kriminelle magisch an. Diebe etc. warten auch bei den berühmten Sehenswürdigkeiten, auf stark frequentierten Plätzen, in Rotlicht Distrikten und anderen gut besuchten Orten einer Stadt.

Raub mich aus“ Signale

Geld auf offener Straße zählen. Große Geldbeträge in der Hand, um eine Packung Kaugummi zu erwerben. Aus den Taschen herausguckende Papiere. Offene Reißverschlüsse an Taschen oder Rucksäcken.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Merken

Merken

Wildnistourer  | wildnistourer@gmx.de